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AM KÜRZEREN ENDE DER SONNENALLEE

Inszenierung / 2010

Staatstheater Saarbrücken

Regie: Ron Zimmering, Tim Stefaniak / Ausstattung: Anita Könning / Video: Rina Zimmering / Mit: Marlen Ulonska, Johannes Quester, Ron Zimmering

 

"Miriam, Mario und Micha erleben das Erwachsenwerden parallel zu den letzten Jahren der DDR. Thomas Brussig hat die drei Jugendlichen aus dem Osten Berlins in seinem Roman "Am kürzeren Ende der Sonnenallee" literarisch verewigt. Ron Zimmering hat daraus nun gemeinsam mit Marlen Ulonska und Johannes Quester einen informativen, dabei äußerst unterhaltsamen und musikalischen Abend über das Leben in der DDR zusammengestellt.

So erfahren wir Westler, was es mit den legendären Q3a-Plattenbauten auf sich hatte, warum die Sexualität freier ausgelebt werden konnte, wo man heimlich die verbotene Westmusik hörte, dieses monotone "Jej, Jej, Jej", wie der Staatsratsvorsitzende Walter Ulbricht beklagte, und warum es mit dem System dann doch nicht so weiter gehen konnte wie man allgemein dachte. "Was sollst du in 'nem Land, das nur grau in grau ist, und wo selbst das Rot der Fahnen allmählich verblasst ...", resigniert die Freundin von Micha, eine Malerin und Existentialistin, und beschreibt den bleiernen Zustand einer zum Konformismus gezwungenen Gesellschaft.

Und doch erleben die Zuschauer in der sparte4 keine Abrechnung, sondern eine durchaus kritische, aber auch von schönen Erinnerungen geprägte Spurensuche zurück in die Zeit, in der man als Jugendlicher die Welt umarmen wollte. "Wir stürmten in die Zukunft, aber wir waren so was von gestern", stellt Micha schließlich fest, und dann war es vorbei. Doch der Traum vom goldenen Westen war bei vielen ebenso schnell ausgeträumt.

Was bleibt? Zum Beispiel Citys legendärer Song "Am Fenster": "Einmal wissen, dieses bleibt für immer / Ist nicht Rausch der schon die Nacht verklagt / Ist nicht Farbenschmelz noch Kerzenschimmer / Von dem Grau des Morgens längs verjagt (Theater Zeit)

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