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NÄHE - Uraufführung des Osnabrücker Dramatikerpreises

von Mario Wurmitzer / Theater Osnabrück 2018

"Früher war die Zukunft für uns noch größer als heute. Wir haben uns gefreut auf das, was noch kommt. Na ja. Da kam nicht genug." Lisa, die Protagonistin von NÄHE, verkörpert dieses Gefühl, das eine ganze Generation betrifft, par excellence. Sie ist in ihr Heimatdorf zurückgekehrt, das sie direkt nach der Schule mit dem Gefühl verlassen hatte, hier etwas zu verpassen. Konkreter Anlass für Lisas Rückkehr ist der Schlaganfall ihres Vaters Heinz. Vielleicht ist dies die letzte Chance für sie, die Distanz zwischen ihnen zu überwinden und zum ersten Mal das herzustellen, was das Stück so prominent im Titel trägt, eben weil es allen Figuren daran mangelt: Nähe. Doch Lisa und Heinz scheinen heillos in ihrer inneren Leere gefangen zu sein. Da bedarf es des Besuchs diverser Wiedergänger aus ihrem Leben, um sie zueinander finden zu lassen.

 

Der österreichische Autor Mario Wurmitzer, Jahrgang 1992, hat mit seinem Stück NÄHE den Osnabrücker Dramatikerpreis 2017 gewonnen. Ihm ist dabei eine fein gewobene Tragikomödie gelungen. Ein Reigen lebender und toter Figuren, fragt mit leiser Melancholie und absurdem Humor nach den Bedingungen des Zusammenlebens in einer Welt, der die Bindekräfte allmählich verloren gehen.

 

Regie Ron Zimmering / Bühne Ute Radler / Kostüme Benjamin Burgunder / Dramaturgie Jens Peters 

Premiere: 14. Dezember (Emma-Theater)